Die Knitterfreien
Der Kulturladen Huchting präsentiert
Im Wartesaal "Zum großen Glück"
Das meint die Presse:
Zwölf Stühle stehen auf der Bühne. Alle warten darauf, dass etwas passiert - die vielen Zuschauer im Saal und die
Theaterspieler, die auf den Stühlen Platz genommen haben. "Warten Sie auch?", fragen die Darsteller einander,
nicken mit dem Kopf und sehen ratlos umher. [...] Das Stück handelt - wie der Titel bereits verrät - vom Warten
auf das Glück, nach dem jeder Mensch ein Leben lang sucht. [...] Jeder hat eine ganz persönliche Vorstellung
von dem Glück, nach dem er sucht. Eine Darstellerin zeigte dies, indem sie sich an einen leeren Vogelkäfig
klammerte. Das Glück, in Form des Vogels, der darin lebte, ist vor langer Zeit fortgeflogen.
Doch die Hoffnung, dass er eines Tages zurückkehrt, hat sie noch nicht aufgegeben Das Stück endete nach
50 Minuten mit einem kleinen Hoffnungsschimmer: Irgendwo auf der Welt befände sich für jeden Menschen ein
bisschen Glück. Zweimal erklatschten die etwa 100 begeisterten Zuschauer Zugaben.
(Stadtteil-Kurier Huchting, 14. November 2002)
Und kommt die goldene Herbsteszeit ...
Das meint die Presse:
Klassentreffen auf der Bühne. Wer kennt sie nicht, die "Weißt-Du-noch-Fragen". Da geht es um das säckeweise
Einsammeln von Maikäfern, Klassenbucheintragungen wegen harmloser Schubsereien oder die tollen Jungs aus
der oberen Klasse. Ein ganz besonderes Treffen ehemaliger Schüler bereitet das Huchtinger Altentheater
"Die Knitterfreien" derzeit vor. Das Amateur-Ensemble hat sich vorgenommen, eine szenische Darstellung der
Wiedersehensfeier einer imaginären "Schule an der Weser" nachzustellen. [....] Herta Langenbein .... hat sich in
die Rolle einer Frau versetzt, die ihre ehemaligen Mitschüler täuscht. Nicht ihr wahres Leben, in dem sie versagt
hat, sondern eine erfolgreiche Weltreisende, die nur als Romanfigur existiert, spielt sie. Im Laufe des Stücks sollen
die Mitspieler die Lebenslüge erkennen und aufdecken. "Wir wollen am Lack kratzen", sagt Claudius Joecke.
Dabei wird auch die Nachkriegszeit prägend sein. Die Erziehung durch alte Haudegen, die bereits während der
Nazizeit am Lehrerpult standen, wird hinterfragt. (Stadtteil-Kurier Huchting, 10. August 2004)
Ein Höhepunkt des Nachmittags bot der Auftritt des Altentheaters "Die Knitterfreien". Mit ihrem selbstentwickelten
Stück "Und kommt die goldene Herbsteszeit - Ein Klassentreffen" eroberten sie im Nu die Herzen von Jung und Alt.
Gespanntes Schweigen herrschte bei dieser Geschichte, die von Menschen erzählt,
die sich nach 60 Jahren zum Klassentreffen wiedersehen und von ihren Lebensstationen erzählen.
Humor und Tiefgang begleitete den Auftritt, der mit reichlich
Applaus belohnt wurde. (Die Norddeutsche, 9. November 2006)